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Leben ohne Epilepsie - um jeden Preis

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Amazoenchen
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Leben ohne Epilepsie - um jeden Preis

Beitrag von Amazoenchen » 5. Okt 2019, 17:31

Das Schweizer Fernsehen hat eine Dokumentation gebracht. Die war echt super. Leider ist ein Teil schweiizerdüütsch.
Aber das von den Äzrten und was der Reporter spricht.

Der Film ist nur noch 2 Tage online

Ihr könnt Euch mal versuchen :shock:
Nicola hat Epilepsie. Durch die vielen Anfälle ist sein Leben geprägt von zermürbendem Kontrollverlust. Da die Medikamente seine Anfälle nicht verhindern können, entschliesst sich Nicola zu einer Operation. Das Problem dabei: Die Operation ist hochriskant.

Als Nicola zehn Jahre alt ist, treten plötzlich seltsame Bewusstseinsstörungen bei ihm auf: Er verharrt mitten in einer Bewegung und ist für einige Sekunden nicht mehr ansprechbar. Neben diesen Absenzen treten in den folgenden Monaten heftige Anfälle auf, bei denen Nicola die Kontrolle über seinen Körper verliert. Er wird medizinisch abgeklärt. Die Diagnose: Epilepsie – eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen.

Über einen längeren Zeitraum werden verschiedene Medikamente ausprobiert – keines zeigt die gewünschte Wirkung, die Anfälle bleiben. Nicola darf nicht mehr Fahrradfahren, Schwimmen oder alleine unterwegs sein. Er leidet stark unter dem Kontrollverlust – seine Krankheit wird für die ganze Familie immer mehr zur Belastung.

Die Ärzte schlagen Nicola eine Operation vor: die Epilepsieherde sollen entfernt werden. Im Sommer 2016 entfernen Spezialisten des Universitätsspitals Zürich das epileptogene Gewebe. Nicola ist während einer längeren Zeit anfallsfrei. Ein selbständiges Leben scheint möglich. Doch dann kommen die Anfälle zurück, werden zunehmend heftiger, gar lebensbedrohend.

Dieser Umstand und die aufkeimende Liebe zu Nicole lassen im 18-Jährigen den Entschluss reifen, sich ein zweites Mal operieren zu lassen. Da der Epilepsieherd nahe am Sprachzentrum liegt, birgt dieser zweite Eingriff jedoch grosse Risiken. Die behandelnden Ärzte wägen Chancen und Risiken sorgfältig gegeneinander ab. Für Nicola jedoch steht ein anfallsfreies Leben über allem, er will diese Operation – um jeden Preis.Weniger


Hier geht es zum Film

https://www.srf.ch/play/tv/dok/video/le ... ption=true
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Re: Leben ohne Epilepsie - um jeden Preis

Beitrag von aggi61 » 6. Okt 2019, 07:29

Danke für den Tipp, Amazoenchen! Ich werde mir den Film auf jeden Fall mal anschauen :)
LG aggi
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Re: Leben ohne Epilepsie - um jeden Preis

Beitrag von aggi61 » 7. Okt 2019, 08:23

Anscheinend ist der Film nur in der Schweiz verfügbar gewesen, deshalb konnte ich ihn nicht angucken. Schade! :cry:
LG aggi
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Re: Leben ohne Epilepsie - um jeden Preis

Beitrag von Amazoenchen » 8. Okt 2019, 21:51

Das tut mir leid. Es war wirklich ein interessanter Film. Weil als eine zweite OP gemacht hätte werden können, haben die Ärzte nach der Fallanalyse dem Jungen erklärt:
Ne, machen wir nicht. Er soll zuerst die Ausbildung fertig machen. Er könne die Tragweite (noch) nicht erfassen, wenn es nicht so läuft, wie erwünscht.

Wohlgemerkt, der junge Mann hatte sich innerhalb von ein paar Wochen 2 mal den Unterkiefer gebrochen und ähnliche Spässe.

Die zweite OP ist dann gut verlaufen und das restliche Gewebe, das die Anfälle auslöste, konnte entfernt werden. Der junge Mann war seit 9 Monaten - da war Dreh-Ende des Filmes anfallsfrei.
(Der Film begann, da war er noch recht jung. Der wurde über Jahre begleitet.)
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Re: Leben ohne Epilepsie - um jeden Preis

Beitrag von aggi61 » 9. Okt 2019, 07:35

Danke, dass du das Ende zusammen gefasst hast, Amazoenchen :)

Wie schön, dass es für den jungen Mann doch noch ein gutes Ende genommen hat, obwohl ich die Entscheidung der Ärzte nicht so ganz nachvollziehen kann ... bei so einem heftigen Krankheitsbild.
LG aggi
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Re: Leben ohne Epilepsie - um jeden Preis

Beitrag von Amazoenchen » 10. Okt 2019, 18:25

Ähm, später, nach der Ausbildung wurde die recht heikle zweite OP durchgeführt.
Heikel, weil der Neurochirurg exakt nur das Gewebe entfernen durfte, welches die Anfälle auslöste. Niemand konnte dem Jugendlichen garantieren, dass alles so super läuft.

Aggi, ich denke, die Ärzte bei der Fallanalyse haben es sich nicht einfach gemacht.Und es sind ja erst 9 Monate her und der junge Mann es anfallsfrei. Ob er ohne Medikamente ist, wurde glaub' nicht gesagt. - Es kann immer noch vieles passieren.
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Re: Leben ohne Epilepsie - um jeden Preis

Beitrag von aggi61 » 11. Okt 2019, 07:38

Ich denke, dass die Ärzte - auch bei einer OP - nie garantieren können dass eine Anfallsfreiheit völlig erreicht werden kann sondern nur eine Besserung ... was ja auch schon viel für den betroffenen Menschen an Lebensgefühl ist.

Anfallsfreiheit zu versprechen, das wäre unseriös - und wir haben ja schon oft genug von Usern gelesen, dass die Anfälle nach gewisser Zeit wieder gekommen sind. Abgeschwächt, aber sie sind wieder da ... aber nicht mehr so heftig.
LG aggi
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