Gedächtnistagebuch?

Kamasutra
Beiträge: 37
Registriert: 10. Aug 2023, 18:49
Antworten: 0

Re: Gedächtnistagebuch?

Beitrag von Kamasutra » 4. Jan 2024, 18:52

Klar wäre so etwas auch digital möglich. Ich möchte allerdings ganz bewusst Papier und Finger einsetzen. Zum einen bastle ich gerne, was die "Arbeit", die mit dem Erinnern zusammenhängt, etwas "versüßt", zum anderen mag ich es, wenn ich blättern kann und Papier in den Händen halte. Digital ist auch schneller erledigt, aber ich will-muss mich ja gerade intensiver mit dem Erlebten beschäftigen. Da schadet ein bisschen "Verlängerung" durch das Basteln nicht - ich wiederhole quasi noch einmal mehr. Dazu kommt in meinem Fall auch, dass ich dank der damaligen Gedächtnisverluste voll aus meinen Alltagsroutinen kam und aktuell auch versuche, sie wieder aufzubauen. Da wurde schon einiges besser, aber sich jeden Abend hinzusetzen und noch etwas zu notieren, einmal in der Woche Bilder auszudrucken, einzukleben und das Erlebte wiederholen, und dergleichen mehr, wird mir eventuell auch dabei helfen, insgesamt wieder mehr Struktur zu erlangen.

Heute druckte ich mal testweise die ersten Bilder aus, die ich gestern Abend noch bearbeitete, und musste feststellen, dass der Drucker kein Gelb mehr hat. Das Ergebnis ist entsprechend farbstichig. Also erst mal neue Tinte besorgen. Auch, wenn die Bilder so natürlich nicht taugen, habe ich sie mal zugeschnitten und einen Filmstreifen drüber gelegt. Das sieht so schon sehr toll aus. Wenn die Farben dann mal stimmen, wird das bestimmt klasse.
Benutzeravatar
aggi61
Beiträge: 442
Registriert: 5. Mai 2019, 07:45
Antworten: 0

Re: Gedächtnistagebuch?

Beitrag von aggi61 » 5. Jan 2024, 08:52

Da hast du sicher recht.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass es - da es ja auch verschiedene Lerntypen gibt - einfach manches besser in Erinnerung bleibt, wenn ich es aufschreibe. Ich bin einfach ein anderer Lerntyp als jemand anders.

Das kann auf ein Gedächtnistagebuch sicher auch übertragen werden.
LG aggi
Kamasutra
Beiträge: 37
Registriert: 10. Aug 2023, 18:49
Antworten: 0

Re: Gedächtnistagebuch?

Beitrag von Kamasutra » 5. Jan 2024, 19:12

Aufschreiben hilft auf jeden Fall. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber für mich macht es auch noch einen Unterschied, ob ich tippe - was ich relativ flott im 10-Finger-System kann - oder mit der Hand und einem Füller schreibe, was langsamer geht. Das kann durchaus auch Einfluss darauf haben, wie bewusst ich Dinge durchlebe.

Heute kam bereits die gestern bestellte Tinte an. Nach dem Essen werde ich testen, ob der Druck nun besser wird - und mich hoffentlich begeistern lassen.
Benutzeravatar
aggi61
Beiträge: 442
Registriert: 5. Mai 2019, 07:45
Antworten: 0

Re: Gedächtnistagebuch?

Beitrag von aggi61 » 6. Jan 2024, 10:33

Bei mir ist es egal, womit ich schreibe, hauptsache ich schreibe.

In der Schule, Weiterbildung: Notizen, daheim ausführlich ausarbeiten.

Was bei mir überhaupt nicht aufgenommen wird: Infos durch zuhören, vorlesen. Das scheint rechts rein und links raus zu gehen :lol:
LG aggi
Benutzeravatar
Kolibri
Administrator*in
Beiträge: 556
Registriert: 16. Apr 2019, 23:56
Antworten: 0

Re: Gedächtnistagebuch?

Beitrag von Kolibri » 6. Jan 2024, 22:49

aggi61 hat geschrieben: 6. Jan 2024, 10:33 Das scheint rechts rein und links raus zu gehen :lol:
:lol:
LG, Kolibri
Kamasutra
Beiträge: 37
Registriert: 10. Aug 2023, 18:49
Antworten: 0

Re: Gedächtnistagebuch?

Beitrag von Kamasutra » 7. Jan 2024, 13:20

Ok, alles, was gelernt werden muss, muss ich auch notieren und vor allem noch mal durchgehen, damit es hängen bleibt. Das ist halt alles ähnlich wie Vokabellernen; die bleibe auch nicht "einfach so" hängen. Aber Dinge, die man erlebt hat, wie Konzerte, Theaterbesuche, Urlaube, Essen im Restaurant, Filme usw., die bleiben ja in der Regel "einfach so" hängen und müssen nicht nachbearbeitet werden. Das geht bei mir aber verloren. Deswegen: auch aufschreiben und wiederholen.

Die Tinte kam übrigens - und der Drucker will immer noch nicht Gelb drucken. Sch...ßteil... Der Support ist angepingt, aber davon verspreche ich mir nicht viel. Ich schätze, der Drucker taugt einfach nicht, denn inzwischen las ich von mehreren, dass einfach irgendwann eine Farbe nicht mehr wollte. Mein Mann meint, ich solle die kleinen Bilder zusammenstellen und bei Rossman, DM oder sonst einem der Läden, die es anbieten, die ausdrucken lassen. Das werde ich wohl mal versuchen. Das Drumherum habe ich inzwischen aber gestaltet, was ein schöner Basteltag war. Ein Titelbild, ein Bild für "Januar" und dann die erste Gedächtnisseite, so weit es ging. Das hat Spaß gemacht. Ich muss nur aufpassen, dass nicht das Basteln in den Vordergrund rückt und ich am Ende vielleicht die gebastelten Dinge erinnere, aber die Sache selbst immer noch nicht.... Das Erinnern erfordert Bilder im Kopf, nicht auf Papier.
Benutzeravatar
aggi61
Beiträge: 442
Registriert: 5. Mai 2019, 07:45
Antworten: 0

Re: Gedächtnistagebuch?

Beitrag von aggi61 » 8. Jan 2024, 09:58

Aber Dinge, die man erlebt hat, wie Konzerte, Theaterbesuche, Urlaube, Essen im Restaurant, Filme usw., die bleiben ja in der Regel "einfach so" hängen und müssen nicht nachbearbeitet werden. Das geht bei mir aber verloren.
Ähnlich bei mir - seufz.
Fetzen der Erinnerung: Vorhanden. Wann das war? Kein Plan. Oft fehlt manches ganz.
Mein Mann meint, ich solle die kleinen Bilder zusammenstellen und bei Rossman, DM oder sonst einem der Läden, die es anbieten, die ausdrucken lassen.
Das funktioniert wirklich ganz unkompliziert. Man kann sich die Größe aussuchen und ist wirklich nicht teuer. Haben wir schon öfter gemacht, weil wir nur einen schwarz/weiß - Drucker haben (mehr ist für unsere Bedürfnisse nicht nötig).

Ich hab früher auch schon mal Fotos ausgedruckt, aber das erfordert dann spezielles Fotopapier und der Drucker muss natürlich entsprechend sein. Das kostet dann auf die Dauer mehr als wenn ich das bei DM oder Rossmann ausdrucken lasse ... wenn man eh dran vorbei kommt.
LG aggi
Kamasutra
Beiträge: 37
Registriert: 10. Aug 2023, 18:49
Antworten: 0

Re: Gedächtnistagebuch?

Beitrag von Kamasutra » 8. Jan 2024, 15:38

Nur einen s-w-Drucker besitzen und bei Bedarf in einer Drogerie Farbe drucken lassen, klingt sinnvoll. Wäre aktuell nicht mein Projekt mit dem Gedächtnistagebuch, so bräuchte ich wohl alle 5 bis 10 Jahre mal einen Farbausdruck. Und wenn der dann noch gut halten soll und nicht nach einem Jahr verblassen... Da taugt die Variante mit DM & Co wohl eher.

Was das Vergessen anbelangt: Bist du anfallsfrei? Mir sagte damals der Arzt in Bielefeld, ich müsse meine Anfälle in den Griff bekommen, dann würde mein Gedächtnis auch wieder funktionieren - und so war es dann auch. Aber gut, das mit dem in den Griff bekommen ist ja nun auch leichter gesagt als getan. :)
Benutzeravatar
aggi61
Beiträge: 442
Registriert: 5. Mai 2019, 07:45
Antworten: 0

Re: Gedächtnistagebuch?

Beitrag von aggi61 » 9. Jan 2024, 09:07

Bist du anfallsfrei?
Ja. Ich hatte mal zwischendurch das eine oder andere unsaubere EEG, hab da auch bemerkt, dass da was nicht OK ist. Konnte dann mit etwas Levetiracetam behoben werden.

Bin ja regelmäßig beim Neuro.
LG aggi
Kamasutra
Beiträge: 37
Registriert: 10. Aug 2023, 18:49
Antworten: 0

Re: Gedächtnistagebuch?

Beitrag von Kamasutra » 9. Jan 2024, 09:29

Regelmäßig beim Neurologen bin ich auch, aber meine Anfallsart ist leider nur schwer in den Griff zu bekommen. Ich war kurzzeitig anfallsfrei, aber das hielt sich nicht, wurde über Jahre hinweg wieder immer schlechter, bis die Situation dann 2021 wieder wie früher war. Also die letzten Medikamente ausprobiert - ich bin nun mit allen aktuellen durch - nichts half, zumindest nicht bis zur Anfallsfreiheit. Und nun fing halt auch mein Gedächtnis wieder an zu meckern, da wieder mehr Anfälle. Da besteht offensichtlich schon ein Zusammenhang. Aber immerhin leide ich aktuell nicht zusätzlich noch unter Nebenwirkungen, wie die ganzen Jahre zuvor. Ich bin so froh, diesen Nebel los zu sein!
Antworten

Zurück zu „Begleitstörungen“