Arzt-Patienten-Kommunikation

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Kolibri
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Arzt-Patienten-Kommunikation

Beitrag von Kolibri » 21. Mai 2019, 21:58

Gespräche zwischen Ärzten und Patienten

Ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Behandlung. Es hilft, die richtige Diagnose zu stellen und die passende Therapie zu finden. Ärztinnen und Ärzte führen tausende von Gesprächen, und nicht selten müssen sie ihren Patienten schlechte Nachrichten überbringen.

https://www.kbv.de/html/arzt-patienten- ... kation.php
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aggi61
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Re: Arzt-Patienten-Kommunikation

Beitrag von aggi61 » 22. Mai 2019, 07:46

Wunderbar!
Dann sollen sie den Ärzten doch auch mehr zahlen!
Mich wundert es nicht, dass die Patienten immer wieder zu Heilpraktikern und anderen Schwurblern rennen - die haben mehr Zeit für sie!

Ein Arzt bekommt pro Quartal! 20€ pro Kassenpatient!
LG aggi
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Kolibri
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Re: Arzt-Patienten-Kommunikation

Beitrag von Kolibri » 22. Mai 2019, 13:42

Ein Arzt bekommt pro Quartal! 20€ pro Kassenpatient!
:o Ich bekam noch mit, dass sie 420 €/Quartal pro Kassenpatient bekommen.

Aber die Vorgehensweise die der Arztbeschreibt, macht genau mein HA. Ich musste grinsen, als ich das anhörte. Das ist allerdings eine Gemeinschaftspraxis und hatte einen anderen Doc. Ich kam mit erlesenen Fakten, wollte sie zu meinem Problem als richtig oder falsch wissen. Es war richtig. Von da weg hörte ich dann bloß: aber das wissen Sie ja eh. Manchmal traf es zu, manchmal nicht und das wollte ich geklärt haben. Port durchspülen war mir dann egal, wer das machte, aber wenn ich was wissen wollte, machte ich beim "richtigen" HA einen Termin aus.
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Amazoenchen
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Re: Arzt-Patienten-Kommunikation

Beitrag von Amazoenchen » 23. Mai 2019, 18:37

Das Problem bei den Ärzten liegt oft am Faktor "Zeit".

In der CH darf ein Arztbesuch beim HA 15 Min., schwerere Fälle (ältere Leute) 20 Min. dauern. Dann muss die Diagnose stehen. Der Arzt, der länger mehr braucht, muss Rechenschaft (der KK?) ablegen.
Deshalb diese "Massenabfertigung". Chronisch Kranke dürfen glaub' zu den schwereren Fällen geschoben werden. Ich weiss nur: Die HÄ haben es wirklich nicht leicht.

Ich hatte zwar just heute das Gefühl, dass eine Kollegin meines HA, mich nicht ganz ernst nahm. - Nun ja, mich konnte man auch nicht ernst nehmen. Gestern Nachmittag so schmerzen und nach Einnahme von Schmerzmitteln am Morgen fast schmerzfrei... Ich vermute, dass sich das ganze Oberarmgelenk mit Sehnen und Bändern und Muskeln sich erholten und wieder besser drauf sind. - Trotzdem, mein "normaler" HA hätte mich ernster genommen. Okay, man hat mich auch dazwischen geschoben...
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Re: Arzt-Patienten-Kommunikation

Beitrag von Joy » 24. Mai 2019, 10:41

Bei mir ist das ganz unterschiedlich. Bei meinem Epileptologen scheint es so, als hätte der alle Zeit der Welt. Da saß ich schon mal 30 Minuten drin. Der hatte auch kein Stress geschoben.

Mein Hausarzt ist auch in einer großen Gemeinschaftspraxis, da habe ich fast immer jemand anderen. Als ich beim letzten den Einweisungsschein für's Krankenhaus geholt und dort grade sagen wollte weswegen, also ketogener Diät, nicht Monitoring oder so, hat ihn das nach der Diagnose Epilepsie schon gar nicht mehr interessiert...

Ein anderer ist richtig auf meine Krankheit eingegangen, hat mich paar Sachen gefragt, wie man damit lebt etc. Wobei der in meinem Alter war und der glaube ich mit mir flirten wollte bzw. hat. :lol:

Aber im Endeffekt, ob die einen jetzt schneller abservieren oder nicht, Hauptsache ist doch, man bekommt, was man will. Wenn die sich Zeit nehmen und man den Einweisungsschein, Medis, Rezepte, was auch immer nicht bekommt, wäre es ja noch schlimmer.
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Re: Arzt-Patienten-Kommunikation

Beitrag von Amazoenchen » 24. Mai 2019, 18:20

Ich habe einen "Haupt"-HA in der Praxis. Nur in ausserordentlichen Fällen geht es zu anderen Leuten.
Mein HA erklärt mir immer alles sehr genau und zeigt es mir am PC. (Bilder via Google, z.B. beim Springfinger und so). Er nimmt sich auch Zeit für mich.

Die Dame gestern hat mir einen Schmerz abgetan mit etwa den Worten, dass dies im Alter schon normal sei.
Und was mich halt sehr sauer gemacht hat: Für die Unfallversicherung muss ich auf dem Formular schreiben, wo ich mich verletzt habe. Und da habe ich geschrieben: "Schulter". Die Ärztin gestern: "Das ist dann nicht die Schulter..." Ich antwortete da spitz: "Irgendwas musste ich schreiben." (Sonst kann ich die Diagnose grad selbst machen. Und ich sagte der noch, dass mir gestern wirklich die ganze Schulter stark schmerzte.)
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Re: Arzt-Patienten-Kommunikation

Beitrag von Kolibri » 25. Mai 2019, 13:23

Selbst die Diagnose stellen, passende ICD dazu schreiben und zwischendurch den Stapel beim HA abgeben. :roll: :ugeek:
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Re: Arzt-Patienten-Kommunikation

Beitrag von aggi61 » 26. Mai 2019, 07:55

Selbst die Diagnose stellen, passende ICD dazu schreiben und zwischendurch den Stapel beim HA abgeben.
Bis auf die ICD - so mach ich es bei meinem HA!

Ich sag was ich hab, ich sag was ich brauch und gehe wieder ... alles andere ist Zeitverschwendung.
Für alles andere ist die eh nicht geeignet - die weiß noch nicht mal den passenden Facharzt, an den sie einen überweisen könnte.

Mein Mann hatte Schmerzen in der Leiste - sie meinte: Hodenentzündung und überwies ihn zum Urologen.
Der lachte sich fast nen Ast ab ...
Wir wissen immer noch nicht, was es ist, vermuten aber: Ausstrahlende Bandscheibenschmerzen :roll:
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Re: Arzt-Patienten-Kommunikation

Beitrag von Amazoenchen » 26. Mai 2019, 19:56

Nachtrag:
Es ist eine Muskelzerrung. Und ich wusste, dass es irgendwie der Muskel / die Bänder sind. Aber wie soll ich das denn erklären? Der beginnt hinten beim Schulterblatt. Ich wollte schon zuerst ins Netz, zum schauen, wie der Muskel heissen könnte, aber da gibt es so viele. Und da es auch Bänder zwischen Schulterknochen und Schlüsselbeinknochen betraf...

Ich hatte mich im Januar extrem an der linker Schulter verletzt, bin aber 2 Wochen später zum Arzt, weil ich am Boden umgekipt bin und mich am Daumen verletzt hatte. Nach einer Woche war es noch nicht gut. Da Frau die rechte Hand noch länger braucht, ging sie zum Arzt und zeigte halt noch die (extrem schmerzende) Schulter. Es war eine Kollegin in derselben Praxis:
Also, die andere Dame, die meine Schulter begutachtete, schickte mich sicherheitshalber zum Röntgen (Bänderanriss), weil ich wegen meinem Daumen so oder so zum Röntgen musste. Und dann noch zum Orthopäden und nicht zum Handchirurgen, damit der auch noch kurz einen Blick auf die Schulter werfen konnte und die Röntgenbilder besser beurteilen. (Hat er auch und nicht gemeckert...). - Die Ärztin war wirklich sehr nett und ich fühlte mich auch ernst genommen.
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