Wie ergeht es euch damit?

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TablettenJunky
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Re: Wie ergeht es euch damit?

Beitrag von TablettenJunky » 27. Dez 2021, 21:17

Worf ein psychischer Anfall ist im Prinzip nur eine Simulation und somit kein epileptischer Anfall. Er ist nicht auf dem EEG zu sehen.

Wenn du mal beispielsweise Fristen hast bei der Arbeit für ein Projekt dann noch das Tagesgeschäft. Dann musst du pünktlich weg weil du nen Arzttermin hast und der Bus kommt nur alle Stunde.
Das alles zu einer schlechten Nacht mit Schlafentzug.
Verstehst du?
Dann steht der Anfall möglicherweise vor der Tür. Schneller könnte er kommen mit diesem Stress. Also getriggert.

Es scheint dich ja extrem zu beschäftigen was im übrigen sogenannter passiver Stress ist.
Ich kann dir nur raten nimm mal ne Auszeit komm runter und versuch abzuschalten.
Ebenfalls rate ich dir mal eine Fachklinik zu besuchen und kein 72 Stunden EEG sondern dich korrekt untersuchen lassen.

In Bonn rechnet man für solche Untersuchungen 10 bis 14 Tage ein.
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Amazoenchen
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Re: Wie ergeht es euch damit?

Beitrag von Amazoenchen » 28. Dez 2021, 19:53

worf1001 hat geschrieben: 27. Dez 2021, 18:33 Also 72 Stunden. Und das ohne Schlafen?

Warum dann in anderem Zimmer und nicht nach Hause?

Mein Bruder hatte auch Epilepsie ab Geburt oder 1. Lebensjahr. Mag mich nicht erinnern, dass er mal sowas machte
Was Flint beschreibt, ist ein Intinsiv-Monitoring mit gleichzeitiger Aufnahme mit Kamera und Ton.
Wie er das beschreibt - Wie Länge von Kabel, im Bett bleiben, ob der Kopf noch verbunden wird, etc., hängt von der Klinik ab sowie, ob die Medikamente reduziert werden.

Es gibt aber auch Langzeit-EEG, das portabel ist. Dann wird am Abend, wenn man schläft, wird meist die fix installierte Kamera im Zimmer angestellt.

Du kommst erst jetzt mit der Aussage "mein Bruder hatte Epilepsie..." :?
Und Du weiss ansonsten so gar nichts drüber?
Es könnte möglicherweise darauf hindeuten, dass ein erhöhte Neigung zu Epilepsie in Deiner Familie vorhanden ist? - Was sagte Deine Epi-Ärztin?

Was ein dissoziative Epilepsie ist (psychogne Epilepsie) lies doch bitt mal hier. Wir machen das wohl eher komplizierter.

Hier ist es korrekt und verständlich für jedermann erklärt.
https://www.epi.ch/wp-content/uploads/f ... elle_D.pdf
Schreibfehler sind mit Absicht und dienen nur zur Belustigung der Leser 8-)
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Re: Wie ergeht es euch damit?

Beitrag von worf1001 » 31. Dez 2021, 09:32

Ja ich dachte ich hätte das geschrieben, dass mein Bruder EPI hatte:
Sehr viel hatte er dazu nicht geschrieben. Jedoch sind mir keine anderen Fälle aus meiner Familie bekannt. Weder von Vaters-Seite noch von Mutters-Seite. Wobei mein Bruder hatte nicht denselben Vater wie ich. Am Schluss hatte Phenorbytal genommen. Ich kann ihn aber nicht mehr fragen. Er ist in Zypern gestorben. Er ging am Strand joggen, hatte einen epileptischen Anfall und ist dabei ertrunken.

Die Schlafuntersuchung hat nicht wirklich viel ergeben. Ausser, dass ich bis 2 Uhr zwar etwas geschlafen habe, obwohl ich gesagt habe, ich hätte nichts geschlafen. Er sei aber leicht und nicht unüblich, dass jemand mit Schlafstörungen behauptet nichts zu schlafen, obwohl er etwas leicht schläft. Danach habe ich Temesta genommen und geschlafen. Der Schlaf sei ansonsten ok. Naja was soll ich sagen. Sie hat mir für den Schlaf folgende 3 Medis empfohlen: Quetiapin, Lyrica oder Surmontil (was ich ins Spiel brachte, bzw. mein Psychiater anfangs bereits empfohlen hatte). Sie sagte Quetiapin ist ein atypischen Neuroleptika und mit diesem Schlafe ich garantiert. Ich solle 12.5mg nehmen.

Habe ich getan, geschlafen habe ich erst etwa um 3:00. Dann habe ich mich bei der Schlafklinik gemeldet. Die Chefin dort sagte, ich solle (gestern) 50mg nehmen und dann heute 100mg. Ich schrieb zurück, ob ihr bewusst sei, dass ich EPI habe. Danach schrieb sie, dass sie mit meiner behandelnden Ärztin Rücksprache hielt (sie hatte frei) und ich max. 25mg nehmen soll. Gebracht hat es diese Nacht nichts... aber entschuldigt ich weiss, dass es hier ein EPI-Forum ist.

Inzwischen bin ich der Meinung, ich brauche Surmontil (Tropfen zum besser dosieren) und auch psychologische Beratung, weil es inzwischen psychisch ist.
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TablettenJunky
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Re: Wie ergeht es euch damit?

Beitrag von TablettenJunky » 31. Dez 2021, 16:25

Hallo worf,

du brauchst dich um Gottes willen nicht entschuldigen, selbstverständlich darfst du hier über dein Leben schreiben.
Nur bedenke das die User mit Erfahrungen bei solchen Hinweisen, Infos auch in diese Richtung denken.
Dazu fällt mir auch sehr stark auf was ich aber schon erwähnte das dich das Thema sehr stark beschäftigt.

Also hast du keinen freien Kopf mehr, dazu gehst du arbeiten usw. Wie ich sagte das sind böse Mischungen für epileptische Anfälle bzw. deren Auslösung.

Deswegen lass dich korrekt Untersuchung, denn du schriebst bisher nicht einmal das du dies machen willst.
Warum nicht?
Dein Neurologe/Epileptologe/Psychater
all-in-one :?: kann ja nicht alles untersuchen, vermuten ja aber nicht untersuchen.

Finde ich gut das du jetzt mal mit jemandem darüber sprechen willst, der Weg ist bestimmt auch nicht schlecht.

Gruß und guten Rutsch ins neue Jahr

TablettenJunky
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Re: Wie ergeht es euch damit?

Beitrag von Meditester » 1. Jan 2022, 18:01

Hallo worf!
Erst einmal ein gutes neues Jahr!
Bestimmt wird sich da medizinisch bei dir Einiges tun.
So wie du schreibst ist bestimmt auch eine psychische Belastung vorhanden.

Ich kenne es selbst das der Verlust des Bruders nicht einfach so weg zu stecken ist.
Und schwieriger ist es, ihn nicht noch vorher gesehen zu haben.
Da bleibt "ein Loch" zurück. Das beschäftigt ständig, vor allem an Feiertagen.

Und es nicht schlimm, wenn du mal irgend was los werden willst.
Da gibt es hier die Rubrik Kummerkasten.

Schreibe dir bitte auf was du für Untersuchungen hast (mit Datum und Ergebnis des Arztes, Befund abheften),
und ebenso vermerke die Einnahme von Medizin (wann, was, wie viel) !
So hast du den Überblick welche Wirkstoffe ungeeignet sind bzw. welche Nebenwirkungen auftraten.

Suche dir passende Ärzte mit denen du gut klar kommst!
Dann bespreche wie der Weg der Behandlung am besten gemacht werden kann!

Grüße von Meditester
Zitat Søren Kierkegaard:
"Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden"
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Amazoenchen
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Re: Wie ergeht es euch damit?

Beitrag von Amazoenchen » 6. Jan 2022, 17:31

Hallo worf

Hm, Lyrica? Ein Analgetikum? resp. Antiepileptikum, dass sich allg. nicht als sehr wirksam gezeigt hat?
Ich dachte, ich hätte dieses Medi damals "durchstudiert", aber als Beruhignung-/Schlafmittel? Ich nehme es wegen nervlich unklarer Schmerzen in den Füssen. Hilft sehr gut. Mein Doc und ich haben es auch als AE versucht, wenn ich so oder so nehme. Auch bei 600 mg war nichts zu bemerken.

Aber jeder reagiert anders.
Wenn Du von Arzt in ne Klinik geschickt wirst, dann sollte denen klar mitgeteilt werden, was für Erkrankungen Du hast. Und denen beim Verschreiben von Medikamenten dies auch bewusst sein. - Ich frage immer sicherheitshalber: Das verträgt sich gut mit meinen anderen Medikamenten? - Denn da sollten bei denen spätestens die Alarmsirenen angehen, wenn sie's nicht wissen oder grad vergessen haben.
Schreibfehler sind mit Absicht und dienen nur zur Belustigung der Leser 8-)
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