Oligoepilepsie?

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aggi61
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Re: Oligoepilepsie?

Beitrag von aggi61 » 13. Okt 2021, 07:32

Wie würdet ihr das Medikament absetzen? Über welchen Zeitraum?
Verminderung der Dosis um zweimal täglich 500 mg alle zwei bis vier Wochen ... hab ich so auf die Schnelle gefunden.
LG aggi
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Amazoenchen
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Re: Oligoepilepsie?

Beitrag von Amazoenchen » 14. Okt 2021, 17:37

Liebe Aena

Ich bin während dem EEG fast mal eingeschlafen. Sieht man auch prima auf dem EEG.
Ja klar haben Medikamente Einfluss auf ein EEG. Bei mir sind ein paar mal die epilepsietypischen Potenziale weggeblieben. Hatte aber trotzdem noch Anfälle.
(Es gibt aber Personen, die Potenziale haben, aber überhaupt keine Epilepsie :D ).

Wie die Medikamente auf eine Verlangsamung Einfluss haben können, weiss ich nicht. Sie wirken ja "dampfend".

Und dann ist ein 20-Min.-EEG wirklich nur eine Momentaufnahme. Wenn ich so meine EEG-super-kurz-Kommentare lese, dann ist meist nur links hinten, dann war mal beidseitig, dann wieder links, dann gar nichts, dann rechts die Potenziale.

Noch zum Levetiracetam
Beobachte Dich da auch ein wenig. Wenn Du da das Gefühl hast, psychisch läuft es bei Dir anders, dann geht es zum Neuro. - Ich hatte das Problem nicht. (Im Nachhinein geht es mir unter Briviact - eine Weiterentwicklung von Keppra, psychisch tatsächlich besser, aber hatte nie suizidale Gedanken).
Schreibfehler sind mit Absicht und dienen nur zur Belustigung der Leser 8-)
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Amazoenchen
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Re: Oligoepilepsie?

Beitrag von Amazoenchen » 15. Okt 2021, 20:31

Liebe Aena
Ich habe nun folgendes gefunden. Aber sei bitte nicht enttäuscht, denn ich gehe davon aus, dass dieser Onkel Doktor das Wort Oligo von diesem Zusammenhang haben könnte. Passen würde es ;)

Die Genetik der idiopathischen Epilepsie

SAMMENFASSUNG
Idiopathische Epilepsien haben einen Anteil von bis zu 40 Prozent an allen epileptischen Erkrankungen. Genetischen Faktoren kommt eine wesentliche ätiologische Bedeutung bei der Entstehung dieser Erkrankungen zu. Allerdings handelt es sich dabei zumeist um oligogene oder multifaktorielle Erbgänge. So ist es verständlich, daß in den letzten Jahren die wesentlichen Fortschritte bei der Erforschung der genetischen Ursachen idiopathischer Epilepsien insbesondere bei den seltenen monogen vererbten Formen erzielt wurden. Erstmals konnten Gendefekte für bestimmte epileptische Syndrome nachgewiesen werden. Mutationen im CHRNA4-Gen, welches für die a4-Untereinheit des neuronalen nikotinischen Acetylcholinrezeptors kodiert, führen zu einer autosomal dominant erblichen Form der nächtlichen Frontallappenepilepsie, während Veränderungen im spannungsabhängigen Kaliumkanal KCNQ2 kürzlich als Ursache der benignen familiären Neugeborenenkrämpfe identifiziert wurden. Beide Erkrankungen können als Modelle für weitergehende Untersuchungen zur Pathogenese epileptischer Erkrankungen dienen.
Schlüsselwörter: Idiopathische Epilepsie, Genetik, Ionenkanal


Hier der Link für den ganzen Beitrag aus dem Deutschen Ärzteblautt (online - Ausgabe)
Zitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 1999; 96: A-1346-1350
[Heft 20]

https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode ... ie&s=oligo


Ich ist hochspannend, habe aber erst 1/5 gelesen, ich bin geistig zu müde, um es auf die Stange zu kriegen. :mrgreen:
Schreibfehler sind mit Absicht und dienen nur zur Belustigung der Leser 8-)
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Aena
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Re: Oligoepilepsie?

Beitrag von Aena » 15. Okt 2021, 22:17

aggi61 hat geschrieben: 13. Okt 2021, 07:32
Wie würdet ihr das Medikament absetzen? Über welchen Zeitraum?
Verminderung der Dosis um zweimal täglich 500 mg alle zwei bis vier Wochen ... hab ich so auf die Schnelle gefunden.
Danke fürs raussuchen! :) Da ich ja noch das Lamotrigin nehme habe ich das ganze mal auf einen Monat geplant. Jede Woche werde ich es um 250mg reduzieren. Laut Neurologe war ich ja auch mit den 500-0-500 eher unterdosiert :)

Amazoenchen hat geschrieben: 14. Okt 2021, 17:37 Noch zum Levetiracetam
Beobachte Dich da auch ein wenig. Wenn Du da das Gefühl hast, psychisch läuft es bei Dir anders, dann geht es zum Neuro. - Ich hatte das Problem nicht. (Im Nachhinein geht es mir unter Briviact - eine Weiterentwicklung von Keppra, psychisch tatsächlich besser, aber hatte nie suizidale Gedanken).
Mach ich :) Wenn die Alpträume zurück kommen oder sich sonst was ändern sollte, werde ich mit meinem Neurologen darüber sprechen.

Amazoenchen hat geschrieben: 15. Okt 2021, 20:31 Ich habe nun folgendes gefunden. Aber sei bitte nicht enttäuscht, denn ich gehe davon aus, dass dieser Onkel Doktor das Wort Oligo von diesem Zusammenhang haben könnte. Passen würde es ;)

Ich ist hochspannend, habe aber erst 1/5 gelesen, ich bin geistig zu müde, um es auf die Stange zu kriegen. :mrgreen:
Ach was nein ich bin nicht enttäuscht. Dann war der Besuch bei dem ja kein kompletter Reinfall :) Passt wirklich. Ich werde mir das auf jeden fall in Ruhe durchlesen. Heute bin ich tatsächlich auch zu müde dafür. :lol:
Vielen lieben Dank fürs raussuchen!
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Re: Oligoepilepsie?

Beitrag von Meditester » 16. Okt 2021, 18:44

Hallo Aena!
Ich hatte auch Keppra.
Da jedoch komplett von diesem auf Lamictal umgestellt wurde
wurde es sehr langsam ausdosiert.
Ich nahm sogar noch eine geringere Dosis von 250-0-250 mg.

Nach dem vollständigen Absetzen von Keppra ging es mir wesentlich besser.
Bei Jedem wirken die Medi anders.
Mir kam es nach dem Medi-Wechsel vor als würde ich aus einer "Traumwelt" in die reale zurück kommen.

Zwar bin ich nicht ohne Anfälle, aber bisher ist es so am besten.
(Liskantin 250-125-250mg seit Beginn der Epi
und Lamictal 200-0-200 mg seit einigen Jahren)

Ob nun Einbildung oder nicht, ich habe stets Angst
mal bei Reisen nicht genügend Tabletten dabei zu haben
und nehme deshalb stets mehr mit.)
Da war ich froh als ich mal ins KH im Ausland musste,
Armbruch mit anschließender OP.

Meine Umstellung begann stationär
und wurde nach einer Woche dann ambulant weiter geführt.
Vielleicht beobachtest du ja auch irgend eine Veränderung bei dir während des Absetzens.
Lass es uns bitte wissen.
Jedoch gehe die Sache mit Optimismus an!

Meditester
Zitat Søren Kierkegaard:
"Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden"
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Re: Oligoepilepsie?

Beitrag von Amazoenchen » 16. Okt 2021, 18:54

Aena hat geschrieben: 3. Okt 2021, 17:18 Also ich wäre wirklich froh wenn es eine eindeutige Diagnose geben würde. Bis jetzt habe ich viele Möglichkeiten aber kein Arzt konnte mir bis jetzt sagen was ich genau für eine Epilepsie habe.
Bin irgendwie schwer einzuordnen :?

Also wie ich die Oligo Epilepsie jetzt verstanden habe sind das seltene Gelegenheitsanfälle die eher aufgrund anderer Erkrankungen auftauchen.
Ich habe das Gefühl, mit dem einen Artikel werfe ich Dir den unteren Satz schon über den Haufen.

Wenn die Epilepsie so einfach und klar zu diagnostizieren wäre....
Bei mir steht: Vermutlich symptomatisch nicht läsionelle Epilepsie mit fokalen .... : DD: Idiopathische Epilepsie :D
Ich erhalte zwar die Diagnose Epilepsie, aber was für eine: Da weiss man nicht mal ob rechts oder links. Genetisch oder die andere "Schiene". Mein Epi-Doc meint: Im Moment sei sie noch nicht läsionell. Mit den jetzigen Geräten, Auswertungen kann die Läsion nicht sichtbar gemacht werden. Vllt. später mal.
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