elektronische Patientenakte

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Kolibri
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Re: elektronische Patientenakte

Beitrag von Kolibri » 25. Mai 2019, 13:48

Stimmt, meinem Haupt-HA fehlen auch einige Sachen, wenn dazwischen andere der Gemeinschaftspraxis dazwischen waren. Manchmal reizt mich schon, die ganze akte inkl. der Software mit Heim nehmen und selbständig weiter führen. Es waren ja auch Untersuchungen dabei, wo er Geld verdient hätte. Das kann ich besonders nicht verstehen.
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aggi61
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Re: elektronische Patientenakte

Beitrag von aggi61 » 26. Mai 2019, 07:44

Ich hab gestern einen Artikel gelesen - müsste in der Zeit online gewesen sein - der war echt interessant.

Es ging darin um Estland - die sind in der Beziehung sehr fortschrittlich! Da geht inzwischen ALLES digital und elektronisch ... auch die Patientenakten und: Die sind öffentlich einsehbar.
Es macht aber keiner, denn es ist sofort nachvollziehbar, wer wann auf die Daten zugegriffen hat.
Wenn es ein Unbefugter war, der verliert sofort seine Arbeit und somit sein Ansehen uns seinen Status.

Ich glaube, das letzte Mal ging es wg. einem Bürgermeister? von Tallinn so. Da hat ein unbefugter Arzt die Befunde an einen Reporter raus gegeben. Der Arzt verlor seinen Job.

Wenn man dort Befunde / Berichte sperren will, dann reichen zwei Klicks ...

Ich glaube, damit könnte sogar ICH mich arrangieren :lol:
LG aggi
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Meditester
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Re: elektronische Patientenakte

Beitrag von Meditester » 26. Mai 2019, 19:37

Wie ist es denn bei euch?
:?
Werden da noch Röntgenbilder mitgenommen zum Orthopäden oder geht das schon über PC?
Wenn ich bei uns beim Arzt war so werden die Bilder und Daten an meinen HA per PC geschickt.
Und ich kann auch am PC meine Daten einsehen ob ich für ein Medi ein neues Rezept brauche.
Vom HA geht auch jedes Rezept per digitalem Rezept an die Apotheke, welche ich immer besuche.

Meditester
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Amazoenchen
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Re: elektronische Patientenakte

Beitrag von Amazoenchen » 26. Mai 2019, 19:42

Wie ist's grad bei meiner Mama.

Sie hat ein Rezept mit einem Medi erhalten und mich dann angerufen.
M:Du, der hat mir ein Rezept ausgestellt mit einem Schmerzmittel. Mir kommt der Name nun ein wenig bekannt vor. Ich glaube, das habe ich letztes Jahr nach der OP an der Nase erhalten und irre Durchfall gekriegt, weil es Paracetamol drin hat. Kannst Du das herausfinden?
I: (Grad am PC) Moment, ja, das hat u.a. Paracetamol drin.
M: Dann streiche ich das vom Rezept.
I: Weiss dein HA nicht, dass du das Paracetamol nicht verträgst?
M: Er weiss, dass ich das Dafalgan nicht vertrage. Da ist doch Paracetamol drin.
I: (Sicherheitshalber herumtipp...) Ja, ja, das ist Paracetamol... Aber Himmel noch mal, der Hausarzt muss das doch wissen. Was ist dein HA für ein ....
M: Sag nichts über meinen HA. Der ist okay. Ich will / muss noch länger mit dem auskommen. Und der nimmt mich auch mal schnell zwischenrein.

Meine Mama ist 82 Jahre alt.... - Himmel noch mal, so was muss ein HA in den Akten haben. Und bevor am PC ein Rezept ausgestellt wird, den Kopf einschalten. Wenn das ein lebenswichtiges Medi wäre und es eine schwerwiegende Unverträglichkeit wäre? Klar, vielleicht hätte er nachgeschaut. Aber trotzdem.
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Kolibri
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Re: elektronische Patientenakte

Beitrag von Kolibri » 26. Mai 2019, 22:46

Bei meiner Gemeinschaftspraxis hat einer wg. Namensgleichheit meinem Mann - Diabetes - ein Herzmittel verschrieben, weil seine letzten Werte so schlecht waren. - Ähm ... Daheim sagte er mir, er hat ein neues Medi bekommen. Ich fragte, ob es den selben Wirkstoff mit einem der anderen hat (könnte ja ein Generikum sein) - nein. Ich kümmerte mich nicht weiter drum, denn der HA ist ansonsten gewissenhaft. Als er wieder bei unserem eigentl. HA war, wunderte er sich, dass er einmal Spiegelmessen ausgelassen hat. Nein, er war schon da, aber bei seinem Kollegen und der hat ihm ein neues Medikament verschrieben. Das stand auch nicht im PC. Dann schaute er wohl bei dem anderen Patienten und murmelte, dass das nochmal gut gegangen sei.

Da war ich stocksauer, ging in jameda und beurteilte jeden einzelnen Arzt. Die sehen ja meinen Namen nicht. Ob das mit meiner Bewertung zusammenhängt, weiß ich nicht: paar Wochen später hat der HA sich von ihm getrennt.
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aggi61
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Re: elektronische Patientenakte

Beitrag von aggi61 » 27. Mai 2019, 07:43

Werden da noch Röntgenbilder mitgenommen zum Orthopäden oder geht das schon über PC?
Nee, das muss mitgenommen werden - meist bekommt man eine CD mit.

Ich hab die meisten Bilder auf CD daheim - die Praxen speichern die dann ja in ihren PC ein ... die wollen die CDs ja nicht behalten - die müssten die ja sonst x Jahre aufbewahren.
LG aggi
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Meditester
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Re: elektronische Patientenakte

Beitrag von Meditester » 27. Mai 2019, 11:00

Ich dachte, weil der Armbruch im Ausland war bekomme ich die Bilder auf CD.
Mein HA und auch der Orthopäde machten durch erneutes Röntgen selbst Bilder.
Sicherlich war das auch aus Angst vor Viren u.a. auf der CD.
Daher habe ich dann ausgedruckte Bilder (Von der erhaltenen CD) mitgenommen.

Wenn ich in der Apotheke Medi hole werde ich gefragt ob ein Generikum sein darf.
Wenn ich auf das Original-Medi bestehe wird es in der Akte vermerkt
und ich sehe es auch am PC, wenn ich kontolliere.

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Re: elektronische Patientenakte

Beitrag von Amazoenchen » 28. Mai 2019, 18:41

Für die Röntgenaufnahmen musste ich im Januar ins Röntgeninstitut. Dort erhielt ich die CD. Die nahm ich brav zum Orthopäden und HA mit. Der HA hat die gespeichert, ob's der Orthopäde gemacht hat, weiss ich nicht.

Das Röntgeninstitut könnte es per Mail verschicken? Datei komprimieren und so. Und HA macht vorher Spezial-PC-Kurs, damit er weiss, wie die Datei zu extrahieren ist.

Ich habe heute gelesen, dass die elektronische Patientenakte erst freiwillig sei.
Im Moment sehe ich keinen Bedarf, zu den Frewiligen zu gehören.
Erhält "versehentlich" meine Bank meine Krankenakte, dann ist meine Bonität für Online-Shopping hin. Chronisch Kranke haben eine extrem schlechte Bonität, sollte ein online-Shop die Bonität bei der Bank nachfragen...

@Kolibri
Mann sollte sich auf den HA verlassen können, auch bei Stellvertretung. Und die Apotheke sollte es auch merken.
Aber mit Verlaub. Ich schaue selbst trotzdem kurz auf die Packung, was es ist. - Meine Mama auch.

Ich denke, da gab es ein Gespräch zwischen den Ärzten. Es könnte schon vorher "Probleme" gegeben haben? - Ich halte nichts vom Voting, weil jeder jemanden grundlos (oder fast ohne Grund) schaden kann.
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Re: elektronische Patientenakte

Beitrag von Kolibri » 28. Mai 2019, 18:57

Amazoenchen hat geschrieben: 28. Mai 2019, 18:41 Ich denke, da gab es ein Gespräch zwischen den Ärzten. Es könnte schon vorher "Probleme" gegeben haben? - Ich halte nichts vom Voting, weil jeder jemanden grundlos (oder fast ohne Grund) schaden kann.
Stimmt.
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Re: elektronische Patientenakte

Beitrag von Kolibri » 13. Jun 2019, 10:38

Hab interessante Info vom HA bekommen: https://www.br.de/nachrichten/deutschla ... te,RRmEPve

Dass es praktisch und soz. Ein MUSS für den Doc wäre, kann ich verstehen, aber bei den Lücken. :o
LG, Kolibri
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